Dienstag, 22. März 2016

Dark Wonderland – Die Herzkönigin von A. G. Howard

(Bild: cbt Verlag)


Inhalt:
Alyssa wäre so gern wie jedes andere Mädchen. Sie hätte gerne eine normale Familie. Die typischen Mädchenprobleme, wie z. B. Jungs, Klamotten usw. Leider sieht bei Alyssa die Realität anders aus. Seit Alyssas Mutter in die Irrenanstalt geliefert wurde, läuft in Alyssas Leben alles aus dem Ruder.

Besonders mit dem Beginn ihrer Pubertät passieren seltsame Dinge in ihrer Nähe. Warum kann sie plötzlich die Pflanzen und Insekten hören? Um nicht selbst auch in der Irrenanstalt zu landen, verbirgt Alyssa ihre „Macken“. Doch von Tag zu Tag werden die Stimmen lauter, mit dem einen Satz „Er ist da“. Wer? Diese Frage taucht immer wieder auf. Mit einem beschleichenden Gefühl der Angst ahnt Alyssa, dass etwas auf sie zukommt. Etwas das ihre Zukunft ändert …
(Quelle: eigene Zusammenfassung)

Meine Meinung
„Dark Wonderland“, basiert auf das Kinderbuch von Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“. Nur knüpft diese Geschichte einige Generationen später an. Die Figur „Alice“, ist Alyssas Urururgroßmutter. In „Dark Wonderland“, erzählt Alyssas Urururgroßmutter Lewis Carroll ihre Reise ins Wunderland. Jahre später verfolgt diese Erzählung Alyssas Familie weiterhin. Denn viele waren der Meinung, dass Alyssas Urururgroßmutter verrückt war. Ein „Wunderland“?! Alyssas Familie wird zur Lachnummer und selbst Alyssa wird gehänselt, weil sie die Urururenkelin von Alice ist.

Am Anfang fand ich Alyssa unsympathisch. Ihr Selbstmitleid und ihr Hang zur Selbstverletzung fand ich ein bisschen nervig. Anstatt mal den Leuten Kontra zu geben, bleibt sie dass kleine schüchterne Mäuschen. Zu Hause gibt sie die Rebellin, aber in offener Umgebung bekommt sie keinen Ton raus. Auch kam sie mir zu Beginn sehr naiv vor. Gott sei Dank, erlebt sie eine Charakterwandlung im Laufe der Geschichte. Alyssa merkt sehr bald, dass nur die weiblichen Mitglieder ihrer Familie wahnsinnig geworden sind. Die männlichen Nachfahren bleiben verschont. Der Grund dafür wird im weiteren Verlauf der Handlung aufgeklärt. Ich fand diesen Punkt, sehr einleuchtend und hatte später mehr Verständnis für unsere „Heldin“. Falls ihr das Buch auch lest und denkt, das Alyssa ziemlich schizophren rüberkommt … das hat einen Grund! So viel dazu schon Mal.

Das Wunderland ist kein fröhlicher Ort. Alyssa lernt schnell, dass sie mehr Feinde als Freunde hat. Jep, unsere Heldin muss runter ins „Wunderland“ reisen, um den Fluch aufheben, der über den weiblichen Familienmitgliedern lastet. Nur so kann sie ihre Mutter und sich selbst, auf ein längeres Leben in der Anstalt verhindern. Auf ihrer Reise begleitet sie ihr Kindheitsfreund und Schwarm, Jeb. Ja, ihr könnt euch schon vorstellen, dass sich da eine kleine Romanze entwickelt. Aber diese kühlt schnell ab, als eine weitere Person auftaucht. Die für einiges an Gefühlschaos bei Alyssa sorgt. Morpheus hat eine gemeinsame Vergangenheit mit Alyssa und „hilft“ ihr bei der Aufgabe den Fluch zu brechen. Doch Morpheus vermeintliche „Hilfsbereitschaft“ hat einen anderen Grund. Höhö, den verrate ich euch aber nicht ^^

Die Geschichte ist düster und spannend geschrieben. Der Autorin ist es gelungen, die Verrücktheit und den Unsinn „des Wunderlandes“ gekonnt in Szene zu setzen. Ich habe mich köstlich amüsiert, als die Szene mit der „Teegesellschaft“ aufgetaucht ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Autorin sehr von Tim Burtons Verfilmung „Alice im Wunderland“ beeinflusst wurde. Morpheus hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Hutmacher, der von Johnny Depp gespielt wurde. Nur dass Morpheus dunkle Haare und das verschmitzte Lächeln eines gewieften Schurken hatte. Mir hat die Geschichte gefallen und ich bin eigentlich ganz zufrieden mit dem Ende. Eigentlich bräuchte es keine Fortsetzung. Ich werde noch entscheiden, ob ich die beiden weiteren Bände lesen möchte.
Was haltet ihr von solchen „Neufassungen“ von Kinderbüchern und Märchen? Ich finde sie klasse. Es ist immer interessant, wie die Autoren die Geschichte in eine komplett andere Richtung verfassen.

Mein Fazit: Zu Beginn, eine etwas nervige Protagonistin, doch im Verlauf der Handlung ändert sich ihre Einstellung. Es hätte ruhig ein Einzelband bleiben können.

Meine Punktevergabe:
4 von 5

Buchreihe:
1. Dark Wonderland – Die Herzkönigin
2. Dark Wonderland - Herzbube




 Hier findet ihr eine Leseprobe und weitere Infos zur Autorin und Homepage.

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