Donnerstag, 4. Mai 2017

Das dunkle Herz des Waldes von Naomi Novik

Quelle: Random House


Inhalt/Meinung:
Bei diesem Buch war ich sehr gespannt. Ich habe vieles darüber im Internet gelesen und die einen fanden es sehr gut und die anderen wiederum megaschlecht. So wirklich konnte man sich nicht entscheiden, ob man das Buch lesen möchte oder nicht!

Aber ich bin sehr froh, dass ich es doch noch gelesen habe. Ich finde die Inhaltsangabe verwirrt den Leser anfangs schon. Hier ist etwas über einen „Drachen“ geschrieben und die meisten dachten dann wirklich, dass ein „richtiger Drache“ in der Geschichte vorkommt. Leider weit gefehlt. Naomi Novik hat hier einen wunderbaren Roman geschrieben, der mich bis heute noch in schönen Erinnerungen schwelgen lässt. Ein kleiner Tipp von mir, ihr müsst das Buch wie ein Volksmärchen lesen.

Märchen sind ja dafür bekannt, eine Moral zu vermitteln und diese war auch in dem Buch so. Darauf möchte ich jetzt nicht zu sehr drauf eingehen, sonst verrate ich euch zu viel vom Inhalt. Jedenfalls geht es um Agnieszka, ein junges Dorfmädchen, das tollpatschig ist und bei ihr jede Hoffnung aus ihr eine junge Dame zu machen eher gering ist. Trotzdem wird sie von ihrer Familie abgöttisch geliebt.

Das Leben im Dorf könnte ganz idyllisch sein, doch wird es von einem dunklen Wald bedroht. Aus ihm treten des Nachts, schreckliche Wesen. Besser gesagt, Tiere / Menschen, die an einer Krankheit leiden und zu etwas anderem mutiert sind. Ein Biss eines solchen Tieres / Menschen kann für einen Menschen / Tier schreckliche Folgen haben. Um die Wesen und die Ausbreitung des dunklen Waldes in dem Griff zu bekommen, schützt sie der „Drache“. Doch nichts ist umsonst! Der Drache ist ein Magier, der alle 10 Jahre im Dorf von Agnieszka auftaucht, um ein junges Mädchen zu sich in dem Turm zu holen. Keiner weiß so richtig, was er mit den jungen Mädchen in dem Turm anstellt. Doch behauptet jedes zurückgekommene Mädchen, das sie nie körperlichen Kontakt zu dem „Drachen“ hatten.

Meistens wählt der Drache das hübscheste und anständigste Mädchen aus, doch unerwartet trifft seine Wahl auf Agnieszka. Ein Schock für Agnieszka und ihre Familie selbst. Von nun an muss sie mit einem übel gelaunten Magier in einem Turm leben. Der „Drache“ lässt keine Gelegenheit aus, um an Agnes zu nörgeln. Sei es ihr Aussehen oder ihre Unfähigkeit seine fachlich sortierten Magiesprüche umzusetzen. Für Agnes klingt alles unlogisch. Am liebsten möchte sie dem Magier am liebsten seine Magiebücher an den Kopf werfen. Umso chaotischer und sinnloser der Magiespruch ist, desto besser kann Agnes diese umsetzen. Ein ungleiches Paar, das sich im Laufe der Geschichte super ergänzt. Die Dialoge zwischen den beiden sind einfach witzig. Wie ein altes Ehepaar, das schon jahrelang zusammenlebt und über die kleinsten Dinge zankt.

Anfangs habe ich erwähnt, dass sich das Buch wie ein Märchen liest. Die Geschichte basiert auf das slawische Märchen der Baba Jaga. Diese Märchenfigur wird auch ein wichtiger Bestandteil der Handlung.

Mein Fazit:     
Spannende Geschichte, interessante Charaktere!
An sich eine wunderbare abgeschlossene Geschichte, die evtl. auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Dennoch war ich ganz zufrieden mit dem Abschluss des Buches. Bis jetzt eins meiner Lieblingsbücher.

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