Sonntag, 8. Juli 2018

The Call von Peadar Ó Guilín

Quelle: goodreads.com
The Call ist seit langem mal wieder ein Jugendbuch aus dem Horrorgenre, dass ich euch hier gerne vorstellen möchte. Ich merke mal wieder, wie sehr mich das einfach fesselt.
Grob geht es hier um Jugendliche, die nach und nach für 3 Minuten in die Feenwelt teleportiert werden.
Bäm .... und du stehst nackt in einer lebensfeindlichen Umgebung. Aber für diesen Augenblick wurdest du ausgebildet. Du wurdest vorbereitet, von denen, die den Tag (ja, bei uns sind es 3 Minuten, dort aber 24 Stunden...gemein, gell?) in der Feenwelt überlebt haben. Aber kaum einer von ihnen ist übrig ... und die, die es sind, sind nicht unversehrt. Körperlich und/oder geistig....
Seit unbestimmter Zeit werden alle Jugendlichen irgendwann "gecalled" und seit es die ersten Berichte von Überlebenden gibt, gehen die Jugendlichen nicht mehr in normale Schulen, sondern in Survivalcamps.

Peadar Ó Guilín ist ein Ire und das Buch spielt auch dort. Klassisch sind die Shee (so werden sie ausgesprochen), die hier keine netten Feenwesen sind sonder ihre Freude daran haben Menschen zu jagen, zu quälen und zu töten. Als Rache für ihre Verbannung in ihre unwirtliche Welt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es wird nicht nur aus der Sicht von der Hauptfigur Nessa erzählt sondern auch von den jeweils "gecallten" Charakteren. Was das ganze natürlich sehr sehr spannend macht. Der Überlebenskampf geht mal schneller, mal länger und wird so ergreifend beschrieben, dass man das Buch kaum weglegen kann.

Nessa ist eine tolle Protagonistin, die trotz ihres Handycaps tapfer allen Hindernissen entgegentritt. Sie akzeptiert die Aussichtslosigkeit ihrer Situation nicht und stellt sich dem Training tapfer. Mir ist sie sehr schnell ans Herz gewachsen.
Alle sind sie Kämpfer, aber allen steht ein schlimmes Schicksal bevor. Diese Gefühl der Hilflosigkeit und der Bedeutungslosigkeit, das diese Jugendliche fühlen müssen,.... der krampfhafte Versuch nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken hat mich so bewegt..... hach, ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen merke ich.
Ein funken Liebe darf natürlich auchnicht fehlen, er kommt aber definitiv nicht kitschig rüber.

Band 2 ist bestellt. Ich hoffe der ist genauso gut. Nur schade, dass die Reihe bisher nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Dafür gibt es aber eine andere Reihe von ihm auf deutsch, Band 1 wurde gleich mit bestellt. in der Hoffnung dass ich irgendwann dazu komme...... -,-

Fazit:
Wer sich gerne gruselt und dem fantastischen nicht abgeneigt ist, der hat hier ein neues Buch für sich gefunden. Viel Spaß damit, ihr werdet ihn haben!
Achtung! Es wird verstümmelt und viel geblutet. Wer das nicht erträgt, lässt lieber die Finger davon!

Donnerstag, 31. Mai 2018

Goldener Zorn (Children of Blood and Bone, 1) von Tomi Adeyemi



Ich hatte zum ersten Mal die Gelegenheit ein Buch vorab zu lesen. Der Auftakt der Reihe "Children of Blood and Bone" erscheint bei uns am 27.06.2018. Mit freundlicher Unterstützung des Fischer-Verlags und der Seite lovelybooks.de kommt hier meine Rezension:

Durch die afrikanisch anmutende Welt war dieses Buch ein ganz neues Erlebnis für mich. Die fremden Wörter und die Beschreibungen der Personen und der Kultur waren wunderschön. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen erzählt. Neben Zélie, der Heldin der Geschichte, haben die beiden Königskinder Amari und Inan eine Stimme. Die einzige Hauptperson (ja, für mich ist er das) die keine Stimme bekommt ist Zélies Bruder Tzain. Was ich im Nachhinein sehr schade finde. Tzain ist ein sehr interessanter Charakter. Eigentlich sind sie es alle.
Sie sind alle sehr fassettenreich gezeichnet, was ich wahnsinnig spannend finde. Auch entwickeln sie sich nicht immer vorwärts sondern machen im Laufe der Story auch Rückschritte, was das ganze realistischer macht. Allerdings wurde ich mit der Heldin nicht so ganz warm. Warum auch immer, Zélie ist mir nur phasenweise sympathisch. Auch wenn die Anderen öfter mal Fehler machen, so bleiben sie mir doch sympathisch. Bei Zélie gelingt mir das nicht.
Allerdings hat mich das auch nicht gestört. Die Geschichte ließt sich trotzdem flüssig und es tut der Spannung  keinen Abbruch.

Hier kommt leider das Aber:
Es gibt ein paar Dinge, die nicht ganz harmonisch sind. Entfernungen wirken unrealistisch, Größenangaben bei den Reittieren sind ungenau. Manche Entwicklungen in der Geschichte kommen zu plötzlich. Eine Szene fand ich auch komplett sinnlos. Das klingt jetzt etwas hart, ist aber eigentlich nicht besonders schlimm gewesen, die Szene war kurz. Die Charakterentwicklungen zum Ende hin haben mich teilweise etwas enttäuscht.

Eine Verfilmung des Buches kann ich mir hier ganz gut vorstellen. Da könnte man einige Ungereimtheiten ausbügeln, allerdings passt die Story nicht in einen Teil, da wird wohl einiges auf der Strecke bleiben.

Fazit: 
Eine spannende Geschichte, die durch die Parallelen zur afrikanischen Kultur sehr interessant und exotisch wirkt. Die Entwicklungen sind manchmal etwas holprig aber das Buch ist generell sehr kurzweilig zu lesen. Für geübte Fantasyleser evtl. etwas zu vorhersehbar.


LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...