Sonntag, 26. Januar 2020

Aurora Rising von Amie Kaufmann und Jay Kristoff

Quelle: goodreads.com
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Was ist da los??? Ich finde türkische Ausgaben, bulgarische, französische..... Welcher Verlag auch immer sich die Rechte gesichert hat, und ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass das schon so ist, BEEILUNG!! 😨 Es wird sogar schon von einer TV-Serie (MGM) gesprochen und in diesem Fall bin ich definitiv dabei. Ich.... will..... das..... sehen!!!!! 😎

Leute dieses Buch ist super. Und das englischsprachige Hörbuch ist ein Genuss. Ungelogen, ich war so gefesselt, dass ich einfach weiterhören musste! Scheiß auf meinen "to read" Stapel (hmmmmm ok, Regal.....) ich musste das einfach zu Ende hören.

Ja, das Cover führte dazu, das ich getriggert war. Sieht irgendwie interessant aus.... Erinnert ein bisschen an Rogue von den X-Men..., was mich wiederum zögern lies. Etwa ein billiger abklatsch?? Und Science-Fiction ist ok, aber jetzt auch nicht unbedingt mein Favorit.... ABER ich wurde für die Wahl sowas von belohnt. Die Freude hält immer noch an.

Aurora ist eine junge Frau (Teenager), die für eine Kolonisierungsaktion ins All geschickt wurde. Sie soll auf dem bereits kolonisierten Planeten Orion (ich glaube so hieß der), helfen, den Planet weiter zu erschließen. Sie ist eine der wichtigsten Personen dieser Geschichte.
Gefolgt von der Crew rund um Tyler. Der sie als einzige Überlebende auf ihrem Transporter findet und rettet. Unbeauftragt...
Das ganze Szenario erlebt Aurora eigentlich nur so halb. Sie befindet sich noch halb im Cryoschlaf und kann sich nicht wirklich bewegen, geschweige denn bemerkbar machen.

Die Rettungsaktion sorgt dafür, dass Tyler bestraft wird. Schließlich hatte der sämtliche Befehle ignoriert. Das kommt nicht wirklich gut an. Die Strafe? Er bekommt eine Crew zugeteilt, die zum Großteil aus Mitgliedern besteht, die absolut inkompatibel sind. Ihr wisst schon, brillant aber nicht fähig sich sozial zu integrieren. Na ja, abgesehen von seiner Pilotin Cat, die er schon seit Kindertagen kennt und seiner Zwillingsschwester Scarlet, die für Diplomatie zuständig ist. Da gibt es Cal, den Krieger, mit Agressionsproblemen, den Techniknerd, der nur mit Hilfe eines Exoanzuges überhaupt laufen kann und die Soziopathin, die zwar weiß wie man einen Körper flickt aber nicht wie man das dem Individuum vermittelt, das an dem Teil dran hängt.

Tyler und seine Mitstreiter gehören zur Aurora Academy, eine Institution, die als Vermittler zwischen den verschiedenen Spezies im Universum agieren. Dafür da, den Frieden zu wahren. Ihre Kadetten aus allen Spezies vertreten. So besteht auch Tylers Crew nun aus Aliens und Terranern (Menschen).

Die Eigenschaften der einzelnen Spezies werden unterhaltsam vermittelt, indem sie gut in die Story verwoben werden und immer wieder durch einen kleinen Computer (eine art fliegendes Lexikon) eingeworfen werden. Dieser kleine Sidekick ist wirklich niedlich und taucht nicht nur an Kapitelenden sondern auch in der Handlung auf. Tyler schenkt am Anfang der Story Auri (Aurora) sein altes Modell, das sie Magellan tauft. Das kleine Device mischt sich immer wieder zu den denkbar ungelegensten Zeiten ein.

Pö a pö entwickelt sich eine total spannende Geschichte um Auri und den Grund, warum sie die einzige Überlebende eines Transports ist, der vor 200 Jahren startete und angeblich eben NICHT zu dem Planeten Orion ging. Und über die einzelnen Mitglieder der Crew, die alle ihr Päckchen zu tragen haben, was sie genauso sympatisch wie kautzig macht.

Die Charaktere sind so liebevoll beschrieben, dass man sie einfach alle sofort gern hat. Sogar Cat wurde mir bald sympatisch, auch wenn sie sich eine sehr raue Schale angeeignet hat.
Zudem wirkt die Handlung nie aufgesetzt oder erzwungen. Eins kommt ganz natürlich zum Anderen. Der Spannungsbogen steigt sehr schnell an und bricht niemals so ab, das man eine Flaute hat.
Einfach super.

Das englische Hörbuch ist hier sehr zu empfehlen, weil wieder jeder Charakter seine eigene Stimme bekommen hat. Die Sprecher geben sich sogar sehr viel Mühe die wörtliche Rede der anderen Charaktere mit deren Eigenschaften zu versehen, was in den meisten Fällen sehr gut klappt. Das Einzige, was ich aber mehr als nur lustig fand, ist, dass die anderen Sprecher es oft besser schaffen Cats Akzent (ich glaube der soll schottisch sein?) durchzuhalten, als sie selbst. Das macht aber überhaupt nichts.

Fazit: Ein sehr spannendes Buch, das es schafft eine sehr ernste und teilweise etwas komplizierte  Handlung so einfach zu vermitteln, dass es einfach nur Spaß macht, es zu lesen (bzw. hören). Und dabei eine so perfekte Prise Humor enthält, dass ich es nur als brillant beschreiben kann. Ach ja, ein Hauch Romantik ist da auch drin aber wirklich eher ein Hauch. Für mich genau richtig.
Ihr merkt ich bin begeistert.😊

Wenn man bedenkt, dass ich "These broken stars" nicht mochte.... Gott sei Dank hab ich vergessen, dass das auch von der Autorin ist. 🙈

Vielen Dank an Amie Kaufmann und Jay Kristoff für dieses tolle Werk. Es hat meiner Leselust wieder einen großen Schwung gegeben. 😙

Donnerstag, 2. Januar 2020

Dry von Neal & Jarrod Shusterman

Quelle: Goodreads
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So, endlich kommt meine Rezension zu Dry. Ich habe das Hörbuch auf englisch gehört und fand es einfach Hammer.
Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, die aus verschiedenen Sichtweisen erzählt werden und auch im Hörbuch hat jeder Protagonist seinen Sprecher. Und alle sind sie sehr gut. Angenehme Stimmen, es gelingt ihnen ordentlich Spannung aufzubauen. Einfach super.
Und der Inhalt? Genauso.
Total brisantes Thema. Amerika, genauer gesagt das eh schon ziemlich trockene Kalifornien und dann kommt es endlich wie es kommen muss..... Das Wasser ist aus. Und zwar ganz aus. Also, der Tag an dem kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn kam...

Es fängt klassisch an, mit Hamsterkäufen im Supermarkt. Keiner nimmt mehr Rücksicht auf den Anderen, die Panik ist schon greifbar.
Das Buch handelt von ein paar Jugendlichen, die sich im Laufe der Story, auf der Suche nach einem Ort an dem sie überleben können, zusammenschließen.
Die Eltern haben sie im Chaos verloren.

Zur Story:
Sehr realistisch fängt sie an, mit dem Horten von Wasser und den ersten Berichten von Toten an und steigert sich dann in Richtungen, über die ich mir zumindest noch nie wirklich Gedanken gemacht habe... Und ich dachte ich bin clever. Ich hätte wahrscheinlich alles falsch gemacht was geht...
Zum Beispiel: Wenn kein Wasser mehr durch die Leitungen kommt, auch kein Spülen der Toilette.... soweit so gut, das kennt man noch.... aber selbst wenn wir unser Geschäft draußen machen, irgendwann fangen die Abflüsse tierisch an zu stinken......
Und dann? Was ist mit unseren Haustieren.... und selbst wenn wir super versorgt sind. Was passiert wenn die Nachbarschaft es nicht ist?? Wie lange bleiben die anderen noch freundlich? Wie lange dauert es, bis der erste Mob in unser Haus stürmt?
Ja, .... auf Dauert wird das ganz schön gruselig.... Besonders in einem Land, in dem das Erstehen einer Waffe mega einfach ist....

Was langsam beginnt steigert sich immer weiter und stellt die Jugendlichen vor immer mehr Entscheidungen und Probleme. An den Rand der Menschlichkeit...

Die Charaktere sind mehr oder minder sympatisch. Die beiden Hauptprotagonisten sind für mich Alyssa und Kelton.
Sie ist ein normales Mädchen von nebenan, dass mit ihrem kleineren Bruder relativ sorglos aufgewachsen ist. Kelton ist der zweite Sohn eines Mannes, der def. auf alles vorbereitet ist. Ihr Haus ist auf Endzeitsurvival ausgelegt. Bunker, massen Vorräte, Selbstversorgung, Strahlenschutz. Alles. Was natürlich für Kelton nicht die einfachste Grundlage für seine Sozialkontakte mit Gleichaltrigen darstellt.
Bis jetzt. Denn jetzt, ist er DER Teenie, der weiß wie der Hase läuft. Und so kommt er Alyssa zu Hilfe, deren Eltern auf der Suche nach Wasser einfach nicht mehr aufgetaucht sind.

Die Charaktere fand ich alle super beschrieben und man konnte sich gut in die Hauptpersonen hineinversetzen. Auch die kritischen und unsympathischen Protagonisten kommen glaubwürdig rüber.

Mein Fazit. Ein wirklich sehr gutes Buch, das verdeutlicht, dass wir alle an unsere menschlichen Grenzen stoßen werden, wenn der Tag kommt, an dem es ums reine Überleben geht. Möge er nie kommen.
Klare Leseempfehlung!

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