Sonntag, 27. Mai 2018

Der Kuss der Lüge (Die Chroniken der Verbliebenen, 1) von Mary E. Pearson

Quelle: goodreads.com
Dieses Buch hat mich mal wieder total gefesselt und mir echt Lust auf mehr gemacht.
In Morrighan, dem Königreich der Protagonistin gibt es für Königskinder eine Regel. Die älteste Tochter muss eine arrangierte Ehe eingehen. Also mal anders herum.
Lia trifft dieses Schicksal. Was sie daran am meisten stört, ist, dass sie den Auserwählten nicht vorher treffen darf und daher rechnet sie mit einem alten Knacker. Ihre Hochzeit soll allerdings ihr Königreich vor den Barbaren aus dem Königreich Venda schützen, da die Alianz mit Dalbreck die Grenzen sichert und damit zwei Königreiche im Kampf gegen Venda vereint.
Nach langer Planung flüchtet sie dann an ihrem Hochzeitstag vor ihrem Schicksal. Gemeinsam mit ihrer Zofe und besten Freundin Pauline, begibt sie sich auf den Weg in deren Heimatort. Hier lernt sie das echte Leben kennen und beginnt gemeinsam mit ihrer Freundin in einem Gasthaus zu arbeiten. Sie kommen dort bei einer guten Freundin von Pauline unter.
Zwei Männer machen sich auf den Weg sie zu finden. Einer ein Assassine und einer der Prinz, den sie hätte heiraten sollen. Die beiden heißen Rafe und Kaden.

Charaktere:

Lia ist ein sehr authentischer und angenehmer Charakter. Sie handelt aus nachvollziehbaren Gründen und ist herrlich unkompliziert. Da sie nicht die klassisch behütete Prinzessin ist kann sie sich sehr schnell an das Leben außerhalb des Palastes gewöhnen.

Pauline ist die klassische beste Freundin und einfach mega sympatisch geschrieben.

Ganz besonders spannend fand ich die Abschnitte über den Assassinen und den Prinzen. Es gibt Kapitel, die aus deren Sicht geschrieben sind, und hier kommt das besondere:
Die Autorin benutzt mal die Überschrift Assassine oder Prinz und dann wieder Kaden und Rafe. So dass man bis mindestens zur Hälfte des Buches nicht genau weiß, wer wer ist.
Ich bin voll drauf reingefallen, denn ich hatte den falschen zum Prinzen erkoren und musste mich dann erstmal sortieren. Allerdings komme ich jetzt gut mit der Auflösung zurecht.

Das tolle ist, dass beide Charaktere eigentlich doch sehr positiv rüber kommen.
Der Assassine handelt für sein Land, ist aber nicht so kaltblütig wie man vermuten möchte. Ein sehr interessanter Charakter.
Der Prinz ist pflichtbewusst, versucht aber Verständnis für Lia zu haben. Er möchte versuchen sie zurückzuholen und damit die Schwierigkeiten zwischen den Königreichen, die durch Lias Flucht entstanden sind oder noch entstehen werden, zu minimieren.
Beide Männer sind sympatisch beschrieben und gefallen mir gut. Bis jetzt bin ich allerdings im Team Prinz ^^
Mal sehen ob das bei Band 2 auch noch so bleibt.

Fazit:
Eine super Story. Richtig angenehm zu lesen und super spannend. Die magischen Elemente sind bisher nicht zu sehr im Fordergrund, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Die Prinzessin ist mal nicht die total super Powerfrau mit Megakräften die sie erst überraschend an sich entdeckt hat, sondern eher eine taffe Frau die selbstbewusst und stolz ihren Weg geht.
Genießt es!

Sonntag, 13. Mai 2018

Camp 21 von Rainer Wekwerth

Quelle: Goodreads
Ja, was mach ich denn jetzt. Ich befinde mich in einer moralischen Zwickmühle, ihr Lieben. Rainer Wekwerth war zu einer Lesung bei uns in der Bibliothek und hat aus Camp 21 gelesen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich es nicht geschafft hatte das Buch fertig zu lesen (knapp 100 Seiten fehlten mir noch) und ich mega gespoilert wurde (macht übrigens nix, da ich schon vorher angefangen hatte Passagen zu überspringen...) fand ich ihn einfach mega nett. Super flexibel hatte er die Klasse nach der Lesung innerhalb von Minuten in seinen Bann gezogen. Und das ist bei unseren Jugendlichen (so Richtung Brennpunkt) nicht so einfach. Er hat ihnen von seinen Zukunftsplänen a la Netflix-Serie und Kinofilm (Labyrinth) erzählt und darauf sind die Teens sofort eingestiegen. Super gelaufen, super netter Mensch..... aber..... sein Buch habe ich nicht gemocht.... (Das tut mir jetzt echt leid.)

Handlung ganz klar Bootcamp. Er wollte über die Zustände in amerikanische Bootcamps schreiben, weil er nach einer schockierenden Reportage dringend darauf hinweisen wollte was für eine schlechte Idee es ist, die Jugendlichen von Ex-Militärs erziehen zu lassen. Soweit so gut.
Gut finde ich das. Es ist ihm auch gut gelungen die unmenschlichen Maßnahmen zu beschreiben, die es in diesen Camps gibt. Ich habe mich zwar noch nicht so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt aber ein paar Dinge habe auch ich schon mitbekommen.

Aber.... die Gründe warum die beiden Protagonisten ins Camp kommen sind einfach zuuu banal für mich. Kayla versucht ihren Drogensüchtigen Kumpel vor der Überdosis zu retten und haut dafür kurz von zu Hause ab. Die haben ihr den Umgang zu Selbigem nämlich verboten.... das ist mir einfach nicht heftig genug....
Mike wird mit seinem Bruder weggeschickt, weil sie das Auto ihres Vaters geklaut haben, sein Bruder (Beifahrer) dann auch noch Gras geraucht hat und sich dann im Rausch vor der Polizeikontrolle drücken wollte.... (Polizeigewalt..... ja gut.... aber ... hach.....). Ich weiß nicht ob Amerikaner ihre Kinder wegen sowas ins Bootcamp schicken würden, meine hätten das definitiv nicht gemacht... Ich mit meinen sicher auch nicht.

Dann kommen sie alle erstmal in das eine Camp. Viel körperliche Arbeit und Sport und ganz strenge Regeln. Das funktioniert mit Mikes Bruder nicht (hat wohl ein kleines Autoritätsproblem) und der wird dann in das wohl krassere Camp 21 verfrachtet... und damit fängt der Stress an. Bis dahin sind aber dann auch schon einige Seiten ins Land geflossen.....
Mike muss natürlich auf seinen kleinen Bruder aufpassen und fängt Stress mit einem der Schläger an. Da Kayla mit involviert war (Mobbingopfer, dem Mike hilft) kommen alle 3 auch ins Camp 21..... (war mir ein bisschen zu einfach.... und Kayla hat einfach mal nichts gemacht und muss trotzdem mit? Ja, ich verstehe ja, dass die Ungerechtigkeit ein essentieller Teil des ganzen ist aber aaaaaaaah.

Richtig zur Sache geht es dann erst im neuen Camp, denn sie bekommen Fesseln, die sie zwingen bei einander zu bleiben, weil sonst unerträgliche Schmerzen die Folge sind....

Fazit:
Es war mir alles ein bisschen zu einfach.... Die Story kam für mich erst am Ende etwas in Fahrt, dann aber stellenweise auch wieder etwas übertrieben. Generell konnte ich es ohne einen Gedanken daran mehrere Tage lang weglegen....
Zu Gute halten muss man dem Buch, dass es eigentlich nicht wirklich mein Genre ist, ich es aber schon vor der Lesungseinladung lesen wollte, weil ich das Prinzip mit den Handfesseln cool fand....
Und ... die natürlich entstehende Liebe zwischen Kayla und Mike wirkt nicht zu dominant bei der ganzen Sache. Das hätte mir dann noch den Rest gegeben.
Pheromon ist auf meiner Leseliste jetzt ein klein wenig weiter nach hinten gerutscht aber ich verspreche Herrn Wekwerth definitiv noch eine Chance zu geben. Vielleicht lese ich die Labyrinth-Triologie zuerst. Schließlich muss ich mich auf den evtl. bald gedrehten Film vorbereiten und laut ihm ist das eh sein bestes Buch bis jetzt ;)

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