Freitag, 7. Dezember 2018

Der Prinz der Elfen von Holly Black

Quelle: Goodreads.com
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Ich liebe dieses Buch.
Ich habe bisher nur ein Buch gelesen, dass Holly Black geschrieben hat, und das hat sie mit Cassandra Clare zusammen geschrieben. Daher wusste ich nicht genau ob ich ihren Schreibstil mag. Aber sie ist einfach klasse. Ok dazu muss man sagen, dass ich das Hörbuch gehört habe und die Sprecherin halt auch einfach super war.

Der Prinz der Elfen entführt uns in eine Region, in der das "kleine Volk" ein realer Bestandteil der Gesellschaft ist. In dem kleinen Ort Fairfold, wissen alle wie sie mit den fantastischen Wesen in und um die Stadt umzugehen haben. Sie haben ihre Schutzgegenstände, und ihre Verhaltensweisen, die sie vor den Kreaturen schützen. Denn diese sind alles andere als süß oder goldig. Sie bringen Menschen um. Und das nicht zu wenig.
Trotz der vielen Toten die die Stadt über die Jahre gesehen hat, kommen immer noch viele Touristen nach Fairfold, die dann eine leichte Beute für die Elfenwesen sind. Aber manchmal erwischt es auch unvorsichtige Einwohner oder neu Zugezogene. Hauptattraktion in Fairfold ist der schlafende Elfenprinz, der in einem Glassarg seit unbestimmter Zeit schläft.... oder liegt... man weiß das nicht genau. Es ranken sich verschiedene Geschichten um seine Vergangenheit.... Klar ist nur, er wacht nicht auf und keiner hat es bisher geschafft seinen Sarg zu öffnen. Die die versucht haben ihn zu zerstören verunglücken für gewöhnlich kurz darauf auf irgendeine Weise. Der schlafende Prinz ist aber nicht nur das Ziel aller Touristen, nein er markiert auch "den" Partyspot der Teenager.

Hauptpersonen sind die Geschwister Hazel und Ben und deren Freund Jack, der ein Wechselbalg ist. Ben hat von einer Elfe besondere musikalische Fähigkeiten bekommen, als er noch im Bauch seiner Mutter war. Diese hat die Elfe so schön gezeichnet, dass diese ihr ein besonderes Geschenk machen wollte... Allerdings ist sich niemand so sicher, ob das ein Geschenk oder ein Fluch war....

Soviel zur Story. Selbstverständlich wird der Prinz geweckt und das Chaos beginnt seinen Lauf.

Die Charaktere werden sehr intensiv beschrieben, sodass man wirklich das Gefühl hat alles über sie zu wissen. Beziehungen werden bis ins Detail behandelt, aber so interessant, dass es nicht zu viel wird. Hazel war mir sofort sympatisch. Sie ist clever, empathisch und mutig.

Auch die Art und Weise wie die Feenwesen beschrieben werden, hat mir gut gefallen. Ich finde es ja immer toll, wenn sie Ecken und Kanten haben. Besonders wenn sie wirklich böse und hinterhältig werden. Denn in den ursprünglichen Feenmärchen sind sie auch nicht immer die süßen, helfenden Dinger sonder wirklich gemein. Zwischendrin erinnert einen das Buch auch schon fast an einen Horrorroman, denn die Tode die hier beschrieben werden sind echt krass. Aber mittlerweile ist wohl schon bekannt, dass ich sowas furchtbar gerne mag. Sie geht auch sehr offen mit Homosexualität um, was ich bei Jugendbüchern sehr wichtig finde. Es fügt sich ganz natürlich in die Story ein und wirkt damit nicht künstlich. Bei vielen Büchern hat man ja den erhobenen Zeigefinger schon im Hinterkopf, und man merkt, dass einem der Autor irgendeine Meinung dazu vermitteln will. Das ist hier definitiv nicht der Fall. Es fühlt sich einfach völlig normal an. Sehr entspannt.

Fazit: Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Wer ein bisschen grusel und fantastische Geschichten um das Feenfolk mag ist hier genau richtig. Holly Black hat einen tollen Schreibstil und fesselt einen vom ersten Kapitel an.

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