Donnerstag, 2. Januar 2020

Dry von Neal & Jarrod Shusterman

Quelle: Goodreads
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So, endlich kommt meine Rezension zu Dry. Ich habe das Hörbuch auf englisch gehört und fand es einfach Hammer.
Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, die aus verschiedenen Sichtweisen erzählt werden und auch im Hörbuch hat jeder Protagonist seinen Sprecher. Und alle sind sie sehr gut. Angenehme Stimmen, es gelingt ihnen ordentlich Spannung aufzubauen. Einfach super.
Und der Inhalt? Genauso.
Total brisantes Thema. Amerika, genauer gesagt das eh schon ziemlich trockene Kalifornien und dann kommt es endlich wie es kommen muss..... Das Wasser ist aus. Und zwar ganz aus. Also, der Tag an dem kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn kam...

Es fängt klassisch an, mit Hamsterkäufen im Supermarkt. Keiner nimmt mehr Rücksicht auf den Anderen, die Panik ist schon greifbar.
Das Buch handelt von ein paar Jugendlichen, die sich im Laufe der Story, auf der Suche nach einem Ort an dem sie überleben können, zusammenschließen.
Die Eltern haben sie im Chaos verloren.

Zur Story:
Sehr realistisch fängt sie an, mit dem Horten von Wasser und den ersten Berichten von Toten an und steigert sich dann in Richtungen, über die ich mir zumindest noch nie wirklich Gedanken gemacht habe... Und ich dachte ich bin clever. Ich hätte wahrscheinlich alles falsch gemacht was geht...
Zum Beispiel: Wenn kein Wasser mehr durch die Leitungen kommt, auch kein Spülen der Toilette.... soweit so gut, das kennt man noch.... aber selbst wenn wir unser Geschäft draußen machen, irgendwann fangen die Abflüsse tierisch an zu stinken......
Und dann? Was ist mit unseren Haustieren.... und selbst wenn wir super versorgt sind. Was passiert wenn die Nachbarschaft es nicht ist?? Wie lange bleiben die anderen noch freundlich? Wie lange dauert es, bis der erste Mob in unser Haus stürmt?
Ja, .... auf Dauert wird das ganz schön gruselig.... Besonders in einem Land, in dem das Erstehen einer Waffe mega einfach ist....

Was langsam beginnt steigert sich immer weiter und stellt die Jugendlichen vor immer mehr Entscheidungen und Probleme. An den Rand der Menschlichkeit...

Die Charaktere sind mehr oder minder sympatisch. Die beiden Hauptprotagonisten sind für mich Alyssa und Kelton.
Sie ist ein normales Mädchen von nebenan, dass mit ihrem kleineren Bruder relativ sorglos aufgewachsen ist. Kelton ist der zweite Sohn eines Mannes, der def. auf alles vorbereitet ist. Ihr Haus ist auf Endzeitsurvival ausgelegt. Bunker, massen Vorräte, Selbstversorgung, Strahlenschutz. Alles. Was natürlich für Kelton nicht die einfachste Grundlage für seine Sozialkontakte mit Gleichaltrigen darstellt.
Bis jetzt. Denn jetzt, ist er DER Teenie, der weiß wie der Hase läuft. Und so kommt er Alyssa zu Hilfe, deren Eltern auf der Suche nach Wasser einfach nicht mehr aufgetaucht sind.

Die Charaktere fand ich alle super beschrieben und man konnte sich gut in die Hauptpersonen hineinversetzen. Auch die kritischen und unsympathischen Protagonisten kommen glaubwürdig rüber.

Mein Fazit. Ein wirklich sehr gutes Buch, das verdeutlicht, dass wir alle an unsere menschlichen Grenzen stoßen werden, wenn der Tag kommt, an dem es ums reine Überleben geht. Möge er nie kommen.
Klare Leseempfehlung!

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