Samstag, 23. Mai 2020

The Folk of the Air-Serie von Holly Black

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Die Folk of the Air-Serie von Holly Black besteht mittlerweile aus 5 Titeln. Meine Rezension bezieht sich allerdings nur auf die oben angezeigten 3 (Haupt-)Titel.
Im Moment höre ich ja hauptsächlich Hörbücher. Und die oft auf Englisch, weil ich 1. ständig an meinem Englisch arbeite und 2. auch wirklich bisher von der Qualität echt überzeugt bin... Daher hier auch wieder eine Hörbuchrezension.
Mit "The Cruel Prince" hat es Holly Black mal wieder geschafft. Wirklich. Ich weiß auch nicht genau wie sie das macht, aber sie trifft einfach meinen Geschmack komplett.
Die Geschichte beginnt relativ grausam, von 3 Mädchen deren Eltern getötet werden und die in die Welt der Elfen verschleppt werden, um hier bei ihrem Vater/Adoptivvater zu leben. Und wie wir Holly Black kennen, ist das keine kunterbunte, herzliche, schillernde Märchenwelt.... Na ja... vielleicht doch eher wie im Märchen... also den Märchen mit den glühenden Kohlen in den Schuhen und gestohlenen Kindern und ausgepickten Augen.... so in die Richtung.
Eine Welt, die absolut nicht für Kinder gemacht ist... na, nicht für menschliche eben... denn Elfen, sind grausam. Sie lieben es zu spielen, zu quälen und zu betrügen. Immer auf der Hut, die Wahrheit so zu verbiegen, dass sie gut klingt, aber nicht gut ist. Warum? Elfen (Fae) können nicht lügen... und so haben sie es perfektioniert gewisse Dinge so zu sagen, dass es gut klingt... Oder eben Teile der Wahrheit auszulassen.
Die Zwillinge Jude und Taryn müssen versuchen in dieser Welt zu überleben. Wort wörtlich. Einerseits gelingt das durch sämtliche Schutzzauber die es so gibt. Andererseits beschützt sie auch der Name ihres Ziehvaters... Madick (sorry Hörbuch), der sie wie seine eigene Tochter Vivianne (Schwester Nr.3, Älteste) aufzieht.
Sie wachsen unter den Nachkommen des Elfenhofes auf, was Taryn besonders leicht zu fallen scheint. Sie will wie die Anderen sein und erhofft sich sogar die Heirat mit einem der Elfen. Jude ist da ganz anders gestrickt. Sie will kämpfen und einen Platz unter den Rittern ergattern. Dafür trainiert sie schon, seit sie ein Schwert halten kann...
Jude ist die Hauptfigur, aus deren Sicht erzählt wird. Sie ist ruhelos auf der Suche nach Anerkennung, in einer Welt die Menschen als minderwertig betrachtet. Ständig auf der Hut vor den Grausamkeiten der Elfen um sie herum, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie wächst an jeder Erniedrigung und sucht bei jeder Gelegenheit einen Weg ihren Platz in dieser Welt zu finden... Denn auch wenn es Madick war, der ihre menschlichen Eltern getötet hat, so ist sie hier aufgewachsen und liebt diese Welt, so grausam wie sie auch sein mag.

Holly Black erschafft hier wahnsinnig starke Charaktere, die eine unglaubliche Wandlung und Reife erzielen, dass es einem beim zuhören sehr beeindruckt. Sie entwickeln sich von engstirnigen Individuen zu weitsichtigen, stolzen Persönlichkeiten. Selbst die seltsamsten Nebencharaktere werden so beleuchtet, dass man den Eindruck hat, hinter ihre Fassade zu sehen. Und das was man da sieht, führt zu einer Ahnung, was da noch alles an Geschichten schlummern könnte... Einfach faszinierend.
Die Hauptcharaktere sind vielschichtig und ihre Geschichten unglaublich facettenreich. Wie ein Puzzle, das nach und nach ein Bild ergibt.

Die Story ist ein Gedicht, und so verwoben wie die Rätsel der Elfen. Mit versteckten Lösungen hinter jeder Aufgabe. Ausgelegten Fallen in jeder Lösung. Und viel, viel Misstrauen. Denn, wem kannst du trauen, in einer Welt, in der jede Wahrheit eine gut getarnte Lüge ist? Unglaublich gut gemacht. Ja, ein paar Dinge sind etwas vorhersehbar... aber man muss zum Teil so lange auf die Auflösung warten, dass man dadurch ins Zweifeln kommt... und das macht einfach verdammt viel Spaß.

Vielen Dank, für diese tollen Bücher!

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